Stoppt die Diskussion auf Facebook

Stoppt die Diskussion auf Facebook

Stopp die Diskussion auf Facebook

Stoppt die Argumentation in den sozialen Medien, v.a. auf Facebook.

Ja, es ist verlockend. Und mir ist das Thema zu diesem Blogartikel gerade bewußt geworden, als ich wieder einmal genau in diese Falle getappt bin.

Gerade auf Facebook ist das Risiko, sich in einer endlosen Diskussion zu verlieren, riesig. Genau so auf Twitter.

Wen willst Du überzeugen?

Natürlich will ich hier niemanden so etwas verbieten. Aber ich möchte Dich davon abhalten.

Wen willst Du überzeugen?

Die Frage in den sozialen Medien ist doch mittlerweile, ob wir es hier mit einer realen Person zu tun haben oder nicht.

Die zweite Frage lautet dann, was sind die Absichten dieser Person oder des Bots?

Der Bot will dich dort halten. Es will dich in eine endlose Diskussion verstricken, um dich auf der Platform zu halten.

Mehr Engagement auf Facebook, mehr Werbung. Mehr Hass, desto mehr Engagement. Wir können mit unserem moralischem Verständnis dem nur schwer widerstehen. Es sind die Aussagen, die uns in eine Art innere Raserei bringt.

Wir sind keine rational denkenden Menschen, sondern emotional gesteuert.

Und genau das wird auf Facebook und Co. im großen Stil angesteuert und mißbraucht.

Stop die Diskussion auf Facebook!

Der Mensch, der schier unsinnige Kommentare postet, will im Übrigen dasselbe wie der Bot: Mehr Hass, desto mehr Engagement.

Nur hat er keine wirtschaftlichen oder politischen Ambitionen, sondern braucht die Gegenargumentation, um sich überhaupt bestätigt zu fühlen. Es ist Nahrung für seine Einsamkeit und der eigenen Inhaltslosigkeit im Leben.

Hass auf Facebook

Und mit solchen Menschen sollen wir ernsthaft diskutieren? V.a. wenn wir noch nicht einmal persönlich angesprochen sind?

Da sitzen wir und verplempern unsere Zeit, versuchen denjenigen davon zu überzeugen, daß es falsch und unmoralisch ist, dem Herrn Lauterbach damit zu drohen, ihn in die Gaskammer zu stecken oder zu erschießen.

Stoppt due Diskussionen auf Facebook

Wir diskutieren mit Leuten, die bewußt Drohungen und Falschmeldungen in die Welt setzen, um endlich einmal Aufmerksamkeit in ihrem unglücklichen Leben bekommen.

Ja, sie dürfen eine Meinung haben und sie dürfen auch vieles aussprechen, aber muß ich darauf antworten?

Kann ich jemanden überzeugen, der soweit von meinem moralisch-intellektuellen Status entfernt ist?

Kann ich Hass in Liebe verwandeln, indem ich im Internet diskutiere?

Du kannst es nicht. Es kostet dich nur Zeit und Nerven. Und Dein gewünschtes Ergebnis, daß Du jemanden überzeugt hast, das wirst du nicht erreichen. Warum auch?

Es gibt viele Meinungen und das gehört zu unserer Gesellschaft dazu. Wäre ja schlimm, wenn alle so denken würden, wie ich.

Negativität gehört dazu. Aber ich muß mich damit nicht auseinandersetzen.

Würdest Du dich mit deinem Nachbarn, der sich ständig negativ dir gegenüber zeigt, darüber argumentieren, um ihn zu überzeugen, daß du ein netter Mensch bist und er falsch liegt?

NATÜRLICH NICHT! Aber alle tun es auf Social Media. Zumindest hin und wieder.

Wir sind emotional gesteuert. Hinzu kommt unsere momentane psychische Verfassung und Rumps! fallen wir wieder darauf hinein. Das ist der ganze Sinn dahinter.

Was kann man tun?

Sich komplett aus allem herauszuhalten, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Social Media ist bis in die allerletzte Ecke unseres Lebens angekommen.

Wichtig ist, dass Du, so zeitig wie es geht, bemerkst, daß man sich gerade wieder in etwas einmischt, was in deinem Leben nichts zu suchen hat. Und es stoppst.

Wenn es Dich persönlich trifft (auf deinem Account, Fanseite etc), kannst du denjenigen blocken, entfreunden und damit aus deinem Leben streichen.

Wenn es Verwandte sind, kannst Du jemanden nicht mehr abonnieren (Facebook), den Kontakt einschränken (Instagram) oder auch komplett rauswerfen.

Es liegt an Dir, was Du tust. Das einzige, was man nicht machen sollte, ist die Plattform oder die Gesellschaft dafür verantwortlich machen.

Warum? Es führt zu nichts. Du gerätst wieder in eine Diskussionsfalle, nur das keiner zuhört. Die Plattform oder „die Gesellschaft“ macht nämlich genau das, was du eigentlich tun solltest. Sie macht einfach weiter.

Aus einer Diskussion sollst Du intellektuell angereichert heraus kommen. Sie soll dich bereichern.

Und wenn das nicht der Fall ist, ist der einfachste Weg, es zu ignorieren und aktiv seinen Weg frei zu räumen. Geh weiter und lass den ganzen Scheiß einfach hinter dich. Bleib nicht stehen.

Autorenprofil
Personal Trainer und Online Coach | Website

Jörg Siegwarth ist Personal Trainer, Athletiktrainer und Krav Maga Instructor. Er arbeitet mit Menschen zusammen, die ihre Körper und Gesundheit transformieren wollen. Seine Themen sind Fitness, Ernährung und Selbstverteidigung. Jörg ist verheiratet und hat eine Tochter. Jörg trainiert selbst seit Jahren, ist gern gesehener Dozent und arbeitet auch weiterhin in der Krankenpflege auf einer geschlossenen akut psychiatrischen Station mit dem Schwerpunkt Sucht.

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